Schul- Ski- Kurs

Seit vielen Jahren fahren die "Siebener" der Tomburg-Realschule und der Realschule Hardtberg im Januar für eine Woche nach Österreich zu einem Schulskikurs, und zwar immer nach Nauders (Ort Pfunds)/ Tirol in die Pension "Schöne Aussicht".

Eine bessere Gelegenheit legal die Schule zu schwänzen und den meisten mitreisenden Lehrern in sportlicher Hinsicht einmal zu zeigen, wer Champi(gn)on auf der Piste ist, gibt es nicht. Natürlich dürfen auch Anfänger mit, die noch nie auf Skiern gestanden haben, die sind oft sogar in der Überzahl.

Die Fahrt Die Rheinbacher begeben sich, noch ehe e i n Hahn ans Krähen denkt, auf die Reise. Mit zwei oder drei Pausen dauert die Fahrt etwa zehn Stunden. Um diese Zeit sinnvoll zu nutzen werden schon bald sehr interessante Lieder angestimmt, die dem Lehrkörper allerdings Sorgenfalten auf die Stirn treiben; dazu schlägt man sich den Bauch mit allerlei Süßigkeiten voll.

Die Pension Man liegt zu mehreren auf einem Zimmer, das über Dusche und WC verfügt. Der Tag beginnt etwa um 7:00 Uhr mit dem Aufstehen, denn um 7:15 Uhr gibt es Frühstück. Die Langschläfer, die denken, sie könnten später frühstücken, geraten dann in heftigen Zeitstress, denn gegen 8:20 Uhr fährt der Skibus einige 100 Meter von der Pension entfernt ab. Wer den verpasst, kann mit Küchenarbeit den Rest des Tages vorlieb nehmen. Schwimmbad, Sportgeräte und Beauty-Oase sind im Haus zwar nicht vorhanden, dafür gibt es aber einen Partykeller.

Der Skitag Nach einer halbstündigen Busfahrt zum Skigebiet beginnt der Tag auf der Piste, wo wir nach unserem Können in Gruppen eingeteilt werden und bis 12:00 Uhr Unterricht bekommen. In der einstündigen Mittagpause wird das in der Pension vorbereitete Lunchpaket gefuttert. Die Taschengeldmillionäre müssen auf der Hütte (ähnlich wie Mc Donald`s, nur bessere Musik) natürlich Pommes, Bratwurst, G`röstl oder Germknödel bestellen. Von 13:00 bis 16:00 Uhr laufen wir mit vollgeschlagenen Bäuchen die Kür und dann geht`s zurück in die Pension, wo uns bis zum Abendessen um 18:00 Uhr ungefähr anderthalb Stunden Zeit bleiben. Da kann man zum Beispiel im Dorf seine Pflegeserie ergänzen oder sich zu einem Date verabreden.

Der Abend Abends gibt es meistens ein Abendprogramm, das von ein oder zwei Zimmern vorbereitet und durchgeführt werden muss. Die Lehrer sind anwesend und können auch in Aktion gesetzt werden. Dabei werden zum Beispiel lustige Spiele veranstaltet, bei denen jeder sein Fett abbekommt. Großen Spaß macht auch die Abschlussparty am letzten Abend, da wird der letzte Discomuffel flottgemacht und einsame Herzen gibt’s danach auch nicht mehr.

Im Dorf Pfunds gibt es übrigens ein Sportgeschäft, in dem man fehlende Ausrüstung kaufen und Skier, Stöcke und Stiefel leihen kann. Skier wachsen wird uns beigebracht, und am Ende dieser Woche können auch die Anfänger sich schon ganz ordentlich auf den "Brettln" bewegen. Insgesamt macht es total Laune , mit so einer großen Gruppe, die man sonst nur von der Schule her kennt, in "Urlaub" zu fahren.

Andreas Blindert